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Ich konnte mal nicht widerstehen und habe ein Aldi-Notebook gekauft. Es war bei Aldi fast 250EURO billiger als das lt. einer Fachzeitschrift angeblich baugleiche Markenprodukt beim Grosshändler!

ABER..... Im ersten Jahr war das Notebook 3 mal defekt, das Erste mal habe ich 9 Wochen auf die Reparatur gewartet!  Insgesamt mehr als ein Vierteljahr!
Auch war es nicht baugleich, sondern wesentlich billiger aufgebaut als das Original, z.Bsp. Plastikgehäuse statt Alu-Magnesium.


Acer Testsieger bei Stiftung Warentest: Kundendienst Notebooks

Stiftung Warentest hat einen Kundendienst-Test der Notebook-Hersteller durchgefuehrt.
Hier ein Auszug des Testergebnisses:

Qualitaetsurteil: Gut (2,5)
Kommentar:
Testsieger - Sehr zuverlaessig und am Schnellsten
Haelt Zusagen ein
Sehr niedrige Kosten






Wer sein Notebook reparieren lassen will, braucht einen Entspannungskurs – denn Geduld ist gefragt: 6 von 11 Kundendiensten arbeiten nur „ausreichend“ oder „mangelhaft“.

Erst die gute Nachricht: Wer sein kaputtes Notebook einschickt, bekommt es in der Regel fachmännisch repariert wieder zurück. Nun die schlechte: Das kann sehr teuer werden und viel Zeit und Nerven kosten. Und Zuverlässigkeit oder gar Komfort ist für die meisten der elf getesteten Anbieter ohnehin ein Fremdwort.Deshalb müssen sie sich im test-Qualitätsurteil viermal mit „ausreichend“ und in zwei Fällen sogar mit „mangelhaft“ beurteilen lassen. „Gut“ arbeitet nur der Kundendienst von Acer. Während die Notebooks selbst immer besser werden, ist der Kundendienst immer noch das Stiefkind der Branche.



Notebook-Nutzer brauchen HilfeFür den Kunden ist das mehr als ärgerlich: Denn gerade bei Notebooks ist er auf Unterstützung angewiesen. Da in den transportablen Helfern auf engstem Raum viel Hardware steckt, kann der Nutzer sie meist nur sehr schwierig selbst reparieren. Außerdem entdecken zunehmend auch Menschen ohne Computerkenntnisse das Notebook. Wir wollten herausfinden, ob man ihnen guten Gewissens dazu raten kann. So wandten sich unsere Tester in zwei Reparaturfällen – defekte Modem-Anschlussbuchse und kaputtes CD-Laufwerk – an die Kundendienste. Außerdem bestellten sie ein Ersatz-Netzteil, informierten sich am Telefon über Aufrüstmöglichkeiten und überprüften die mitgelieferten Unterlagen etwa auf Ansprechpartner.



Das Glücksspiel mit dem Preis

Besonders beim Thema Kosten käme Notebook-Besitzern die eine oder andere beruhigende Atemübung zugute: Wer ein Netzteil bestellt sowie Modembuchse und CD-Laufwerk reparieren lässt, kann dafür nämlich im besten Fall 98 Euro (HP) ausgeben. Hat er Pech, wirds mit 971 Euro fast zehnmal so viel (Gericom)!Die größten Preisunterschiede gab es im Fall „Modembuchse“. Während HP-Kunden mit nur 2 Euro Zusatzkosten davonkamen, waren 854 Euro für Gericom-Anhänger ein Schlag in die Magengrube. Beide Hersteller tauschten wegen der defekten Plastikbuchse gleich die ganze Hauptplatine aus. Aber bei HP (wie auch bei Acer) gab es sie kostenlos. Rätselhafterweise zahlten wir für die gleiche Leistung inklusive Zusatzkosten aber bei Sony 378 Euro oder bei Medion 488 Euro. Vier Hersteller tauschten gar nichts aus, sondern reparierten die Modembuchse – für teilweise unter 100 Euro.


Kulanz beim CD-Laufwerk

Das CD-Laufwerk ersetzten dagegen netterweise fast alle Hersteller kostenlos. Da die Schäden selbst verschuldet waren und die Reparatur somit nicht mehr unter die Garantie fiel, war dies nicht selbstverständlich. Nur bei Sony wurden dafür 344 Euro fällig.Einem Glücksspiel gleicht die Kostenfrage selbst innerhalb eines Kundendienstes. Unterschiedliche Preisangaben zu ein und demselben Problem legen den Verdacht nahe, dass die Kosten auch davon abhängen, wer über den Fall entscheidet. Für den Kunden bleibt dies alles rätselhaft: So zahlten wir bei Acer für beide Reparaturen nur knapp 23 Euro, während für das Netzteil die stolze Summe von mehr als 100 Euro fällig wurde.Überraschungen auch bei den Nebenkosten: Wer eine Anfrage zu Rechnern hat, deren Kauf mehr als ein Jahr zurückliegt, muss bei Sony erst einmal 20 Euro Bearbeitungsgebühr blechen. Gericom verlangt 30 Euro Versandkosten für das Netzteil. Apple forderte in unserem Testfall sogar 250 Euro für eine „Untersuchungspauschale“, falls der Kunde die Reparatur storniert hätte.


Acht Wochen Notebook-Reparatur

Große Unterschiede zwischen den Kundendiensten fanden sich auch in der Geschwindigkeit, mit der sie arbeiten. So wurden die Probleme bei Acer im Schnitt in vier Tagen gelöst, während wir uns bei IPC fünf Wochen gedulden mussten. „Spitzenreiter“: der Kundendienst von IPC – er ließ die Tester in einem Fall acht Wochen auf das Notebook warten ­– sowie Compaq. An diesem Anbieter zeigt sich, dass solche Defizite strukturell bedingt sein können: So verwies Compaq für das Netzteil an Filialen von Media-Markt und Saturn. Doch das dort bestellte Ersatzteil kam nie an, bis heute nicht. Als wir uns schließlich an einen Fachhändler wandten, war das Netzteil zwar ein paar Tage später da, passte aber dummerweise nicht. Die Erklärung dafür wiederum ist ein typisches Beispiel für Schlamperei: Der Compaq-Mitarbeiter hatte uns schlichtweg die falsche Ersatzteilnummer genannt.


Kunde muss zum Detektiv werden

Wenn das reparierte Notebook ewig auf sich warten lässt, machen sich Übungen zur Konzentrationssteigerung bezahlt: Nun kann eine nervige Spurensuche auf den Kunden zukommen. Denn viele Hersteller sparen es sich, ihm mitzuteilen, wann das Notebook im Werk ein- oder ausgegangen ist. Nur Acer sowie Toshiba informierten im Test in beiden Fällen.Kein Wunder, dass es bei „Information“ für sage und schreibe neun Anbieter ein „Mangelhaft“ gab. Das fängt damit an, dass sich in den Broschüren oft nur eine Telefonnummer für alle Problembereiche findet. Außerdem bleibt oft unklar, welche Leistungen innerhalb und außerhalb der Garantie angeboten werden. Ebenfalls nervig: Viele Anbieter weisen in der Rechnung Material-, Arbeits- und Transportkosten nicht gesondert aus. Richtig ärgerlich wirds, wenn wie im Fall von Compaq das Notebook ohne eine einzige Zeile zum Thema „Kosten“ zurückkommt und sieben Wochen später die 671-Euro-Rechnung ins Haus flattert.


Terminzusagen stimmen oft nicht

Gut, wenn man da genug positive Energien parat hat. Die sind auch angesichts zahlreicher nicht gehaltener Zusagen unerlässlich: Da will der Kundendienst „auf jeden Fall“ zurückrufen – das Telefon klingelt nie. Infos sollen „sofort“ gesandt werden – das Faxgerät bleibt still. Ganz zu schweigen von Angaben zur Reparaturdauer oder Lieferzeit, die eher Wunschträume zu nennen sind.Oft liegt das Schicksal von Kunde wie Notebook in den Händen des Zustellservices. Garantiert nie langweilig wirds mit GLS, mit dem IPC arbeitet, wie unser Erlebnis zeigt: Per Karte wird die Lieferung für Freitag, 14:30 bis 15:30 Uhr, angekündigt. Bei Abwesenheit sei die Serviceabteilung anzurufen. Man einigt sich darauf, dass ein Bekannter das Notebook am Montag entgegennimmt. Der Auslieferer erfährt nichts davon, er kommt am Freitag – ohne Erfolg. Per Karte kündigt er sich für Sonntag an, kommt aber nicht. Telefonisch wird ein neuer Termin vereinbart. Der Fahrer kommt zwei Stunden zu früh, keiner ist daheim. Auf der Karte die Botschaft: Notebook im Depot abholen. Telefonisch wird noch eine neue Zustelladresse vereinbart. Als der Zusteller dann das Paket bringt, hat er trotz Nachnahme keinerlei Wechselgeld. Übrigens: Mit einem Gerät von Acer, HP, Toshiba und Maxdata hat man bessere Chancen, sein Nervenkostüm bei Absprachen zu schonen. Acer brillierte hier sogar mit dem einzigen „Sehr gut“ im Punkt „Zuverlässigkeit“.
Wenig Komfort für den Kunden Wer einen strengen Chef oder tagsüber keine Zeit für Privates hat, scheint als Kunde gar nicht vorgesehen: So ist die Mehrzahl der Kundendienste nur werktags zwischen 8 und 18 Uhr zu erreichen. Ebenfalls wenig zuvorkommend ist der große Zeitaufwand für den Kunden – weil der Anbieter umständlich abwickelt (Sony, Compaq), sein Lieferdienst dem Kunden graue Haare wachsen lässt (GLS/IPC, DHL/HP) oder der Anbieter schwer erreichbar ist (Gericom, Vobis). Bestes Beispiel: Insgesamt 22 Mal wählten wir die „Service-Nummer“ von Gericom, um dann zu erfahren, dass der Ersatzteilverkauf eine andere Nummer hat. Unter solchen Umständen ist es für den Kunden auch nur wenig tröstlich, dass der Gericom-Kundendienst immerhin rund um die Uhr, montags bis sonntags von 0 bis 24 Uhr, erreichbar ist. Ein Netzteil zu bestellen, Modembuchse oder CD-Laufwerk reparieren zu lassen, kann den Notebook-Nutzer nämlich dank solcher Ärgernisse pro Fall zwischen fast eineinhalb (Medion, Maxdata) und vier Stunden (HP, IPC Archtec) Zeit kosten.


Alle Notebooks ordentlich repariert

Ist auch der Kunde nicht König – ein Trost bleibt: Alle Hersteller reparierten die Geräte ordentlich. Nur bei den Notebooks von Compaq und Toshiba wurden dabei einmal unnötigerweise sämtliche Kundendaten und Kundensoftware gelöscht. Auch das Netzteil ließ sich bei allen mit Ausnahme von Compaq ohne Probleme bestellen. Wichtig zu wissen: Ersatzteile sind mindestens fünf Jahre nach dem Gerätekauf noch zu haben, danach kann es kritisch werden. Unzufrieden waren wir bei der „Arbeitsqualität“ vor allem mit der telefonischen Anfrage: Denn gut jeder zweite Anbieter konnte anhand der Modell- und Seriennummer keine exakten Auskünfte zum Aufrüsten geben.


Apple-Mitarbeiter wenig freundlich

Auch Apple-Fans können sich in Sachen Kundendienst nicht beruhigt zurücklehnen. Zwar mussten wir im Testfall „Modembuchse“ wenig eigene Zeit investieren. Auch die Anfragen wurden recht schnell bearbeitet. Doch wie der Preis von mehr als 400 Euro zustande kam, war ebenfalls schwer zu durchschauen. Außerdem war Freundlichkeit nicht gerade die hervorstechende Eigenschaft der Apple-Mitarbeiter in unserer Stichprobe – sofern sie ihren Kunden nicht vom Abschluss des „Apple-Care-Protection“-Vertrags zum Preis von 254 bis 312 Euro überzeugen wollten. Der hätte in unserem Fall allerdings ohnehin nichts geholfen, da er selbst verschuldete Schäden gar nicht umfasst. Auch kein Beispiel höchster Aufmerksamkeit: Der Apple-Mitarbeiter teilt dem Anrufer die freudige Botschaft mit, er bekomme auf das neue Netzteil Nachlass, wenn er das alte zurückschickt. Dass der Kunde eine Sekunde vorher vom Verlust des Netzteils erzählt hat, war beim Kundendienst-Mitarbeiter offenbar irgendwie nicht angekommen.Übrigens hat ein Testerlebnis mit einem Kundendienst gezeigt: Überlegen Sie sich gut, von wem Sie ein gebrauchtes Notebook kaufen. Je ehrlicher der Vorbesitzer, umso besser. Denn Sie können nie ausschließen, dass der Kundendienst Ihr Notebook an dessen früheren Besitzer liefert – während die Rechnung aber in Ihrem Briefkasten landet. Wohl dem, der in solchen Augenblicken eine Entspannungstechnik beherrscht. Copyright © STIFTUNG WARENTEST

 
   
   
   
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